Die gute alte Bundeshymne und andere Nebensächlichkeiten

Also ich selbst bin noch immer beim Photo.. gut das PH ist schon länger aus dem Schreibgebrauch verschwunden, ich finde es aber nach wie vor wesentlich schöner uns ästhetischer als das fade Foto… Dass und daß werd ich jetzt wohl länger falsch schreiben, 3 Konsonanten am Stück finde ich auch ziemlich unnedig und überhaupt. Vereinfacht hat die tolle Rechtschreibreform jetzt eigentlich gar nix, die Komplexität der deutschen Sprache wurde um kein Jota verkleinert. Das einzige Ergebnis dieser Reform  ist eine Generation von Menschen, die Ihren eigenen Kindern Schreiben nicht korrekt beibringen kann, weil das Präreformdeutsch einfach verinnerlicht ist.
Zu dieser Gruppe von Menschen gehöre auch ich…
Nun bekommen wir endlich eine neue Bundeshymne… brauchen wir ja wie einen eitrigen Zehennagel.  „Heimat großer Töchter, Söhne“ … Somanch ein Germanist (Franz Patockain diesem Fall) sieht die Ändeurng als „… grammatikalisch grenzwertig und ästhetisch ein Gräuel..“. „..Man hört eigentlich ein Kompositum, die ‚Töchtersöhne‘, also die von der Tochter geborenen männlichen Enkel..“.
Mir persönlich ists ja eigentlich völlig einerlei, da ich bis dato wenig Gelegenheiten hatte, die Bundeshymne vorzutragen und meist wird sie ohnedies nur gemeinschaftlich gemurmelt, weil den ganzen Text eh kein Schwein weiß… bis auf die, die es müssen.
Die Frage bleibt jedoch im Raume stehen: Wozu überhaupt? Oder, Zarwos, wie der Wiener sagen würd…
64 Jahre wurden nun die großen Söhne besungen. Und jetzt holen wir die Töchter mit ins Boot um politisch korrekt zu sein? Um eine Gleichstellung zu erreichen? Um Emanzipation zu leben? Kann man/frau das? Ist es nicht genug, wenn man EinwohnerInnen und ÖsterreicherInnen  sagt?

Ich find das dämlich…  huch, das Wort ist doch auch nicht politisch korrekt… herrlich … diese 2 Worte gebrauchen wir oft ohne Nachzudenken, aber ich finde sie sehr bezeichnend in unserer patriachalen Welt. Und nur damit mich niemand falsch versteht: Ich bin absolut gegen Diskriminierung und Ungleichstellung wie auch immer gearteter Natur, nur finde ich den Versuch die Gleichheit herzustellen mit Hilfe einer lächerlichen Änderung einer Bundeshymne nicht mal einen symbolischen Akt, es ist für mich ein kontraproduktiver provokanter Fauxpas, der das Thema Gleichberechtigung ins Lächerliche zieht.
Gleiche Chancen am Arbeitsmarkt, gleiche Bezahlung und mehr Unterstützung für Frauen vor allem mit Familie. Anerkennung der Leistungen die nicht wirtschaftlicher Natur sind. Ich weiß als echter Halbtagsvater wie viel Arbeit dahinter steckt. Aber das zählt in unserer Gesellschaft ja leider nichts… traurig, Heimat großer Töchter Söhne … bitte liebe Frauen, jetzt ist alles gut oder?

BTW Anerkennung und gesellschaftliche Akzeptanz von Familiären Arbeitsleistungen…. wie schon so oft wird über die Verkürzung der Ferien diskutiert.. Politiker warnen, dass kürzere Sommerferien das Problem der Kinderbetreuung nicht lösen. Toll.. echt Toll.. wir haben ein Problem mit der Kinderbetreung. Warum setzen wir eigentlich Kinder in die Welt? Wir haben ja eh nur Probleme damit.  Achja, wir können den Staat ja sonst nicht mehr finanzieren. Wir brauchen ja höhere Geburtenquoten. Sorry liebe Politiker, aber es wird Zeit umzudenken. Vielleicht dann nächsten Sommer.

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